
Chur zu Hause – das funktioniert einfach nicht
| von Jürg Sigel / 22.12.2011
|
|
Der EHC Chur hat gestern in der Eishockey-1.-Liga-Meisterschaft mit 2:3 ein weiteres Heimspiel verloren. Frauenfeld setzte sich im Penaltyschiessen durch. Ein Platz in den Top 6 rückt für die Bündner allmählich in die Ferne.
Ein Sieg hätte es gestern sein müssen – einer, der drei Punkte wert ist. Am Ende einer spielerisch schwachen Partie blieb Chur gerade mal ein Zähler. Ob das genügt, um der Abstiegsrunde zu entgehen?
Nur noch vier Runden sind zu absolvieren, ehe sich die Spreu vom Weizen trennt. Dann werden die sechs unter dem «Strich» klassierten Mannschaften hoffen, Rang 7 oder 8 und damit die Play-offs zu erreichen. In erster Linie spielen die betroffenen Teams spätestens ab diesem Zeitpunkt aber mit der Abstiegsangst im Nacken. Diese Zitterphase kann der EHC Chur theoretisch immer noch vermeiden, Rang 6 ist weiterhin möglich. Die Bündner Kantonshauptstädter müssen im Endspurt der Regular Season nach der Festtagspause am 4. Januar gleich auswärts gegen Winterthur ran. Die restlichen Aufgaben scheinen lösbar(er). Ceresio und zum Abschluss Uzwil gastieren noch im Hallenstadion, dazwischen steht für Chur die Auswärtspartie gegen Chiasso auf dem Programm.
Wohin Churs Weg schliesslich führt, der Stadtklub wird die Nerven der Fans wohl weiter strapazieren. Wie schon so oft in dieser Saison, wie auch gestern gegen Frauenfeld. 30 Minuten rannten die Schützlinge von Coach Marco Pargätzi einem Rückstand hinterher. Die Dominanz vor allem im Mittelabschnitt war frappant. Doch Einbahn-Eishockey hat bei Chur eben nicht auch unweigerlich Tore zur Folge.
Nur zwischenzeitlich belohnt
Im Gegensatz zu anderen Partien wurden die Bemühungen zwischenzeitlich aber doch noch belohnt. Gleich zu Beginn des letzten Drittels traf Livio Roner zum 1:1, fünf Minuten später schoss Roger Lüdi seine Farben in Front. Das 2:1 entsprach dem Gezeigten auf dem Eis, wenigstens für einige wenige Zeigerumdrehungen. Mit dem 2:2 kehrte die Ernüchterung ins Hallenstadion zurück und musste sich der EHC Chur zum wiederholten Mal in der laufenden Meisterschaft eingestehen, drei Punkte auf ärgerliche Art und Weise nicht angenommen zu haben.
Schliesslich wars ein Ärgernis
Dass es in die Overtime ging, freute in Churer Kreisen niemand wirklich. Dass der Heimklub in der fünfminütigen Verlängerung trotz Chancen zuhauf das 3:2 nicht erzielte, war ernüchternd. Dass Chur dann auch noch das nötig gewordene Penaltyschiessen verlor, machte das Ärgernis perfekt.
Meisterschaftsspiel
Mittwoch - 21. Dezember 2011
- 20:00 Uhr
Hallenstadion Chur - 474 Zuschauer
Spieltelegramm Regio League
Tabelle

Der Verein behält sich vor Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche und themenfremde Kommentare. Kommentare mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht.


Zu allen Berichten
|
|
|