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EHC Headline - 03.05.2013:

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I Früherer Bericht

«Ich spiele noch nicht auf dem von mir erwarteten Level»

von Jürg Sigel - Bündner Tagblatt / 01.12.2010    

Die Chancen, dass der EHC Chur Capricorns diese Saison im zweiten Anlauf in die dritthöchste Schweizer Spielklasse zurückkehrt, sind intakt. Dies nicht zuletzt dank Gerry Schneller, dem besten Skorer beim Eishockey-2.-Ligisten.


Den Aufstieg im Visier: Gerhard Schneller blickt gespannt nach vorne. (Bild Nadja Simmen)

Als der EHC Chur letzte Saison den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga verpasste, vermuteten mehrere Eishockey-Sympathisanten des Stadtklubs, dass die Promotion in den nächsten Jahren nun nicht mehr möglich sein wird. Zahlreiche Abgänge nach Ablauf der Meisterschaft 2009/10 schienen diese pessimistischen Meinungen zu bekräftigen. Doch dann passierte das, was in Chur seit Jahren nicht selten passiert: das Unerwartete. Hinter den Kulissen wurde gut gearbeitet. Jetzt verfügt Coach Ueli Hofmann plötzlich über ein Kader, das sich Hoffnungen auf den Aufstieg macht. Zurzeit mischt der EHC Chur in der 2.-Liga-Gruppe 2 an der Spitze mit. Wesentlichen Anteil daran hat Gerry Schneller, ein Eigengewächs, das auf diese Saison hin vom 1.-Ligisten Pikes Oberthurgau zu seinem Stammklub zurückkehrte – für viele überraschend.

Karrierenende in Chur geplant

«Der Job als Filialleiter bei Do-it in Chur war mit ein Grund für meine Rückkehr», erklärt Schneller. «Und sportlich war es ohnehin stets mein Wunsch, meine Karriere beim EHC Chur zu beenden.» Ob er dies auch wirklich tut, wird sich zeigen. Denn der 30-Jährige verfügt über eine Lizenz, die es ihm ermöglicht, jederzeit zu den Pikes zurückzukehren. Daran denkt er im Moment allerdings nicht. Im Gegenteil: Schnellers Ziel ist der Aufstieg mit dem Bündner Stadtklub in die 1. Liga, «und in dieser Spielklasse würde ich, falls es sich beruflich vereinbaren lässt, dann gerne noch eine Saison mittun». Schneller, verheiratet und Vater einer Tochter (Jill, drei Jahre jung) sowie eines Sohnes (Jarik, einjährig), hat schon in vier verschiedenen Ligen gespielt. Höhepunkt bleibt der NLA-Aufenthalt zu Beginn der Neunzigerjahre mit Chur. Weitere Stationen waren Thurgau, Sierre, Olten sowie eine Partie mit Langenthal in der NLB und zuletzt Oberthurgau. Bei den Pikes zeichnete sich Schneller in der vergangenen Saison als zweitbester Skorer aus. Logisch, dass ihn die Thurgauer gerne weiterbeschäftigt hätten.

«Niederlagen nicht dramatisieren»

Geskort hat Schneller in der laufenden Meisterschaft auch mit Chur schon fleissig. Vielleicht wären es sogar mehr als zwölf Tore und acht Assists, hätte der 189 Zentimeter grosse Stürmer am Sonntag beim 8:3-Auswärtssieg gegen Bassersdorf in der 47. Minute wegen einer Disziplinarstrafe nicht frühzeitig den Gang unter die Dusche antreten müssen.Aber gut ist die Bilanz auch so, obwohl Schneller selbstkritisch meint: «Ich spiele noch nicht auf dem von mir selbst erwarteten Level.» Das gilt teilweise für das ganze Team. «Mit der Heimbilanz dürfen wir zufrieden sein», so Schneller. «Auswärts haben wir aber schon zweimal verloren.» Gegen Chur, sagt Schneller, seien eben alle Gegner nach wie vor speziell motiviert. «Vielleicht ist es aber besser, wenn wir in der Regular Season nicht durchmarschieren. Letzte Saison war dies ja der Fall, und am Ende klappte es mit dem Aufstieg trotzdem nicht. Man sollte die bisher verlorenen Partien also nicht dramatisieren.» Dazu gibt es auch keinen Grund. Chur ist nach Verlustpunkten immerhin gleichauf mit Leader Rheintal und weiss (nicht nur) mit Schneller einen brandgefährlichen Stürmer in seinen Reihen. Lediglich Dion Cameron von den Sisec NorthAm Select, dem kanadischen «Gast»-Team, hat gleich viele Treffer auf seinem Konto. Die Kanadier treten heute um 20 Uhr im Hallenstadion gegen Chur an. Es ist auch das Duell der beiden treffsichersten Stürmer der Gruppe 2.



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