Der EHC Chur Capricorns kann mit dem Zuzug von Andrea Camichel, vom NLB-Vertreter HC Thurgau, einen Top-Transfer vermelden. Nach dem verpassten Saisonziel, dem sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga, kann die geplante Vorwärtsstrategie mit dem Zuzug von Andrea Camichel sicherlich untermauert werden
Der EHC Chur Capricorns verliert das erste Playoffspiel gegen den HC Luzern in der Verlängerung mit 1:2. Es war eine völlig unnötige Niederlage der Churer, denn sie spielten den ganzen Match auf ein Tor, jedoch liessen sie vor dem Tor einmal mehr die nötige Kalblütigkeit vermissen. Auch im Powerplay, dass an diesem Abend schwach war, hatte man genug Chancen um ein Tor zu erzielen. Man wirkte zum Teil zu überhastet und zu wenig Clever um das längstverdiente Führungstor zu erzielen. Damit steht der EHC Chur Capricorns am Donnerstag bereits ein wenig unter Druck und muss sich den Heimvorteil wieder zurückerobern.
Die Churer waren von Anfang an klar überlegen sodass sie sich schon in den Startminuten zahlreiche Torchancen erspielten jedoch alle ungenutzt liessen. Auch aus den vielen Überzahlsituationen konnte kein Tor erzielt werden. Immer wieder war beim stark aufspielenden Gästegoali Andreas Götz (übrigens ein ehemaliger EHC-Spieler) Endstation. Als dann Luzern in der 11. Minute im Powerplay ein erstes Mal ernsthaft vor das Churer Tor kam, erzielte Reto Burkhardt mit einem Hochschuss gleich das 0:1. Dies war zu diesem Zeitpunkt völlig unverdient und man spürte nach diesem Treffer bei einigen Spielern eine gewisse Nervosität. Aber eben, wird die Tore nicht macht, bekommt sie halt.
Erst nach der Drittelspause fanden die Churer wieder ins Spiel zurück und konnten sich immer wieder gegen die Verteidigung der Luzerner durchsetzten. Aus dieser Druckphase der Einheimischen wehrten sich die Luzerner nur noch mit Befreiungsschlägen. Am Resultat änderte sich aber weiterhin nichts. Als dann in der 32. Minute Reto Burkhart nach einem bösen Foul (Bandencheck) am Churer Thomas Hauser (musste mit der Bahre abtransportiert werden!) eine fünfminuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt, konnten sie sich auch in dieser Phase nicht durchsetzen und kein Tor erzielen.
Der Sturmlauf der Churer ging weiter
Im letzten Drittel hatten die Churer wieder einige hundertprozentige Chancen aber Goalie Götz zeigte eine klasse Partie und liess sich nicht bezwingen. Die Matchuhr stand auf 53:04 als Patric Schwab mit einem Schuss von der blauen Linie zum längst verdienten 1:1 einschoss. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit sprach das Schiedsrichter-Duo noch Strafen gegen Chur aus und so begannen sie die Verlängerung in Unterzahl. Dann nach nur 21 Sekunden nutzte Andreas Trinkler wieder eine der wenigen Chancen an diesem Abend aus und erzielte das 1:2 für Luzern. Obwohl die erste Partie unglücklich verloren ging müssen die Churer das spiel nun schnell abhacken und nach vorne schauen. Die nächste Möglichkeit erhalten sie bereits morgen Abend in Luzern und wenn dann die Torchancen besser ausgenutzt werden, gehen sie morgen als Sieger vom Eis.
Das nächstes Heimspiel findet am Samstag, 27. Februar 2010 um 20.00 Uhr statt.
Telegramm:
11. Min. 0:1 Burkhart
54. Min. 1:1 Patric Schwab (Neininger Tommy)
61. Min. 1:2 Trinkler Andreas
Chur ohne: Mazza, Häberlin (im Aufbautraining) Vrcic, Spreiter
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